Jochen Near Homburg 09 – der persönlichste Reisebericht Home

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Liebe Freunde,

bei morgens kaltem, aber sonnigen Wetter ging ich gestern auf Fahrradtour, Sabine und ihr neues Pferd „Knuffel“ in Liederbach, etwa 15 – 20 km vom heimatlichen Bockenheim, zu besuchen. Weil es morgens um 9 Uhr noch richtig kalt war, knapp über 0 Grad, fuhr ich erst mittags los. Das reichte gerade noch, und mittlerweile wurde es in der Sonne sogar warm. Also Sabine und „Knuffel“ in gehörigem Abstand getroffen, mit ihnen etwas spazieren gegangen – und weiter mit dem Rad durch Felder und kleine Orte im Vordertaunus. Kelkheim, Bad Soden; und da war erst einmal Wäschewechsel angesagt 🙂 . Interessant ist es ja, bei solcher Gelegenheit die eigene Region näher kennenzulernen und Neues zu entdecken.

Bad Soden kannte ich bisher kaum, entdeckte, dass es dort ein Hundertwasser-Haus, einen Quellenpark und den Alten Kurpark gibt, in dem ich mich schön sonnen konnte.

Dann weiter am Taunushang entlang bis in die Dörfer um Kronberg herum, und schließlich durch das Steinbachtal wieder nach Hause. Da gab es dann noch einen Stall mit drei neugierigen Ziegen, die voller Unteresse zu mir an den Zaun kamen. Erinnerte mich an Frau Ufers Ziegen in Braunlage nahe Regines alter Wohnung. Da führten die Spaziergänge auch regelmäßig bei den Ziegen vorbei.

Heute früh wach, irgendwie der Zustand zwischen Schon-wach und Noch-nicht-richtig-munter. Ich bearbeitete dann ein paar Stunden am Computer meine Fotos und las die neuesten Nachrichten – und legte mich dann um 10 noch mal für 2 Stunden ins Bett :-). Heute dann etwas weniger Aktivität. Dienstag ist jetzt zum Blumengiess – Tag geworden, an dem ich die Topfblumen einer Nachbarin und im Büro versorge. Da hatte ich dann auch noch ein paar Kilometer Fahrradfahrt.

Auch in Frankfurt gibt es jetzt „Gabenzäune“, an die Spenden für Obdachlose und andere Bedürftige gestellt werden können. Das tat ich gestern und heute – und traf gleich eine alte Genossin aus meinem Ortsverein, die 3 Tüten mit Katzenfutter spendete. Haustiere sind ja schon in normalen Zeiten für viele ein Trost.

Die aktuellen Zahlen nähren meine Hoffnung, dass sich die Pandemie-Kurve abflacht oder sogar auf eine Gerade einschwenken könnte und begrüße deshalb den Kurs der Regierung. Allerdings nervt es mich, dass auch Menschen mit akademischer Bildung wie der OB von Tübingen und andere die Mär von der „Herden-Immunität“ und dem „Cocooning“ der Älteren verbreiten. Ist noch weniger realistisch als der Gedanke an einen Tagesausflug mit dem Fahrrad vom Main auf den Brocken – da könnten ja noch die Hexen mithelfen, die zur Walpurgisnacht bald auf den Brocken fliegen :-)).

Simple Mathematik hilft: Heute haben wir etwa 70.000 Fälle, einige sind genesen, also etwa 55.000 – 60.000 aktiv gemeldete Fälle. Die machen unserem Gesundheitssystem und auch der Wirtschaft schon deutlich zu schaffen. Angenommen, wir wollten eine „kontrollierte Herden-Immunität“ herstellen, in dem die Älteren in den „Kokon“, man könnte es auch zynisch „Schutzhaft zu Hause“ nennen und der Reihe nach 1 Million sorgfältig ausgesuchte Bundesbürger gleichzeitig infiziert werden und in Quarantäne kommen. Angenommen, es klappt alles, es gibt nur wenig schwer Erkrankte, die ins Krankenhaus müssen. Aber diese 1 Million muss für 14 Tage in Quarantäne, arbeitet nicht und ist auch nicht ehrenamtlich tätig und muss dafür versorgt und mindestens medizinisch überwacht werden. Jeder kann sich vorstellen, was das für unser Wirtschaftssystem bedeutet, das ja laufen muss.

Nun – das 40 – 60 mal, je nachdem, wer einbezogen wird. Hieße Dauerkrise 1 1/2 – 2 Jahre, eine wahnsinnige Organisation und wahrscheinlich eine Überwachung, für die wir uns erst einmal in China Nachhilfe holen müssten. Also – kann man voll vergessen. Passend zu meinen Überlegungen gibt es heute in der ZEIT einen Artikel, der genau dasselbe sagt.

Liebe Grüße, und bleibt gesund,

Jochen

English Version

Dear friends,

weather turned to grey and chilly on Sunday. So doing mostly computer work at home as working on my photos. Getting out for some bicycle ride to a popular pub to get some take-away-food I found myself at a queue of 20 cars from all around. Order was possible inside, but after I would have to wait for half an hour in the chilly outside. So I choose another place with on-ly few guests and the chance to wait in warm indoor-hall.

Monday was cold, but sunny. So I went out for a long ride at midday, when temperature had risen from +1 to about +6 degree to meet Sabine and her new horse at their stable some 18 km (10 miles) from my place and having some walk together, of course respecting distance. After continuing bicycle ride by all the region near Taunus mountains, getting close to a holiday tour somewhere abroad. Mild sun, I had to change my clothes, and discovering unknown places of my region. So I discovered a house of Hundertwasser artist at Bad Soden and some nice parks. Yes, a nice cat, too :-). Enjoying late afternoon sun at Bad Soden Kurpark, continuing and meeting some cu-rious goats at another small town.

Back home some less actions today.Getting up early, but some sleepy, I worked at my photos – and went to sleep again at 10 for two hours :-). After I followed my new „Tuesday routine“, taking care of the flowers of a neigh-bor and in my office. Nearly all work at home meanwhile, but it´s just a 5 km ride on the bicycle for me.

As the regular „Public Tables“ for homeless people are closed now, we have „Donation fences“ now, where we can put bags with clean clothes, food, hy-giene stuff or even animal food, as pets especially now are lonely people´s best friends. So I did, and published the place in my neighborhoods forum. May be, it sounds funny in other countries, but I even put two rolls of toilet paper into one of the bags. It is here the symbol of people´s fear buying masses of it, while the other can´t find any. Though in fact, there is enough, it´s only the matter either to be some more expensive as usual or to have some longer ride for it, or to wait for some days. 🙂

Reading the news and talking to my Lithuanian friend it looks to me, most countries are following the same routine as Germany. Meanwhile even some US states, where I have the impression of a really drunken captain in a heavy sea :-((( So my best wishes for health to all of you, but especially to my friends in USA and in Russia, where it seems hard to see, what´s real.

Nice greetings,

By |2020-04-05T23:45:41+02:0001.04.2020|Jochen Near Homburg|0 Comments

About the Author:

Rafael Schimanski ist Gründer & Herausgeber der BHIS! Bad Homburger Infoshow unter http://www.dieBadHomburger.de und bezeichnet sein Portal selbst als Hessens ersten interaktiven Städteblog mit Text, Audio- und Videobeiträgen, welcher durch spannende Aktionen und einem Veranstaltungskalender unterstrichen wird.

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