#V045 Das Homburger Schloss und der Homburg Hut von Ralf Mais

#V045 Das Homburger Schloss und der Homburg Hut von Ralf Mais

#V045 Das Homburger Schloss und der Homburg Hut von Ralf Mais

Das Schloss Homburg wurde unter Landgraf Friedrich II. von dem Baumeister Paul Andrich um 1679-
86 anstelle einer mittelalterlichen Burg errichtet. Von der Burg zeugt heute noch der begehbare
Bergfried aus dem 14. Jahrhundert, der „Weiße Turm“. Die um zwei Höfe gruppierte barocke Anlage
wurde im frühen 19. Jahrhundert durch den Darmstädter Hofbaumeister Georg Moller und nochmals
zu Beginn des 20. Jahrhunderts baulich verändert. Das Schloss war bis 1866 Residenz der Landgrafen
von Hessen-Homburg und danach ein gern besuchter Sommersitz der preußischen Könige und
deutschen Kaiser.

Das Homburger Schloss

Die Innenräume des Schlosses sind ganzjährig zu besichtigen. Barocke Salons des 17. Jahrhunderts
sowie Treppenhaus, Speisesaal und Bibliothek als Meisterwerke klassizistischer Raumkunst geben
dem Besucher Einblick in die höfische Wohnkultur verschiedener Epochen. Die Gemächer im
Königsflügel sind vor allem durch den Geschmack Kaiser Wilhelms II. und seiner Gemahlin Auguste
Viktoria geprägt und zeichnen sich dadurch aus, dass sie das einzige in Deutschland erhaltene
Beispiel für die Wohnkultur des deutschen Kaiserhauses sind. Ein besonderes Kleinod stellt auch der
„Englische Flügel“ dar, der für die aus dem englischen Königshaus stammende Landgräfin Elisabeth
(1770-1840) neu ausgestattet wurde. Die Räume sind im damals modernen Empire-Stil gestaltet und
besitzen mit dem Speisesaal im farbenfrohen pompejanischen Stil einen weiteren Höhepunkt der
Schlossausstattung.

Der Schlossgarten

Das Schloss Homburg ist in einen großen Schlosspark eingebettet, der ganzjährig geöffnet ist.
Hervorgegangen aus dem Burggarten, existierte bereits im frühen 17. Jahrhundert ein regelmäßig
angelegter Obstgarten. Mit dem Neubau des Residenzschlosses entstand an seiner Ostseite auch ein
repräsentativer formal und axial angelegter Barockgarten mit Orangerie. Hier sind heute auch die
1820 gepflanzte Libanonzeder, die Rosenterrasse und die wiederhergestellten kaiserzeitlichen
Teppichbeete zu bewundern. Ab 1770 erfolgte die sukzessive Umgestaltung des südlichen und
westlichen Gartenbereichs nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten, die das Bild des
Schlossparks bis heute prägt.

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Das Gotische Haus

Das Gotische Haus beherbergt seit 1985 das Städtische historische Museum mit seinen Sammlungen
zur Stadt- und Landesgeschichte, sowie Kultur- und Kunstgeschichte, als Sonderbereiche kommen
das Münzkabinett sowie das berühmte „Hutmuseum“ hinzu.
Gotisches Haus Großansicht des Bildes „Gotisches Haus“
Das Museum dokumentiert mit seinen Sammlungen die Geschichte der Stadt und der Landgrafschaft
Hessen-Homburg von der Frühgeschichte bis zum Ersten Weltkrieg. Eine Fortführung der Ausstellung
bis ins spätere 20. Jahrhundert ist geplant.
Eine Besonderheit im Gotischen Haus ist die in Deutschland einzigartige Sammlung von Hüten. Sie
zeigt die Kulturgeschichte der Kopfbedeckungen aus aller Welt, im Mittelpunkt steht natürlich der
„Homburg-Hut“.

Der Homburg Hut

Der Homburger Hut ist ein hoher Herrenhut aus Filz mit hochgebogener, eingefasster Krempe. Er
wurde als „Homburg“ zu einem weltweiten Verkaufsschlager.
Der Homburg wurde ursprünglich in Bad Homburg vor der Höhe durch die 1806 gegründete
Hutfabrik Ph. Möckel hergestellt.
Der große Durchbruch für den Homburg kam mit dem Besuch des britischen Thronfolgers Edward
(später König Edward VII.) am 29. August 1882 in Bad Homburg. Er gab ihn als Kurgast hier in seinem
typischen eleganten Grau beim Hutmacher Möckel in Auftrag. „Erfunden“ hat er ihn nicht. Edward
sah den Hut das erste Mal bei seinem Neffen, dem späteren Kaiser Wilhelm II. in Homburg. Wilhelm
II. trug den Hut in einer grünen Variante als Accessoire einer Jagduniform. Das neue Design
verbreitete sich schnell und verdrängte alsbald den Zylinder sowie die Melone.
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Infos und Credits:
Das Homburger Schloss und der Homburg Hut
Darstellerin: Sina König
Kamera und Schnitt: Ralf Mais www.mais-media.com
Buch und Regie: Tobias König www.koenigsmedia.de
Luftaufnahmen: Ömer Sabry www.framestormmedia.com
Kamera Assistenz: Michelle Kedmenec
Sprecher: Rainer Maria Ehrhardt www.rme.de
Musik: Franziska Wodicka
Vielen Dank an:
Johanna Hohmann (Verwaltung der Staatlichen Schlösser u. Gärten)
Karen Diaz de Cozar (Homburger Hutsalon)
Volksbühne Bad Homburg
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Von |09.11.2017|Videos|0 Kommentare

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