Bad Homburg befindet sich nur 20 Autominuten von Frankfurt am Main – dem Financial Hub entfernt. Eine perfekte Ausgangslage, um auch hier ein gemeinsames Entwicklungsprojekt von Bosch, Nokia und der Deutsche Telekom anzusetzen. Die Einzelheiten klingen für den Bereich Mobility Solutions und vernetzte Mobilität durchaus positiv, denn in diese Themen kommt endlich Bewegung rein. Die Kernaussagen klingen vielversprechend.

Kurz zusammengefasst

  • Lokale Clouds beschleunigen den Austausch zeitkritischer Informationen in unfallkritischen Situationen
  • Lokale Clouds ermöglichen Assistenzfunktionen wie den Kreuzungsassistenten und das elektronische Bremslicht
  • Bosch, Nokia und Deutsche Telekom haben gemeinsam eine lokale Cloud im Bosch-Prüfzentrum Boxberg aufgebaut

Gebäude, Hecken oder ein Lkw – gerade an Kreuzungen können diese Objekte den Autofahrern schnell die Sicht verdecken. Ist ein Verkehrsteilnehmer dann noch unvorsichtig unterwegs, entscheiden oft Millisekunden über eine Kollision. Die Vernetzung der Fahrzeuge kann hier unterstützen, die Zahl daraus resultierender Unfälle deutlich zu senken. Über sie können Informationen, die über das Sichtfeld der Verkehrsteilnehmer und der Fahrzeuge hinausgehen, rechtzeitig zur Verfügung gestellt werden. Bosch entwickelt zusammen mit Nokia und der Deutschen Telekom lokale Cloud-Lösungen für die Automobilindustrie und arbeitet an der ganzheitlichen Integration des Fahrzeugs über das Mobilfunknetz bis in die Bosch IoT Cloud. Das von den Unternehmen eingesetzte Mobile Edge Computing (MEC) stellt eine mobilfunkbasierte Technologie dar, die latenzkritische Informationen bereits auf einer lokalen Cloud aggregiert, verarbeitet und an die Verkehrsteilnehmer verteilt. Die lokale Cloud befindet sich dabei direkt bei einer Mobilfunk-Basisstation am Straßenrand und nicht wie üblich im Internet.

„Lokale Clouds eignen sich hervorragend für eine schnelle Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation bei Gefahrenwarnungen, kooperativen und koordinativen Fahrmanövern“,

ist Dr. Dirk Hoheisel, der zuständige Geschäftsführer bei der Robert Bosch GmbH, überzeugt.

„Wir bei Nokia glauben, dass vernetzte Autos und das automatisierte Fahren Schlüsselelemente der vernetzten Gesellschaft sein werden. Wir freuen uns darüber, dies gemeinsam mit Bosch und der Deutschen Telekom Realität werden zu lassen, indem wir Mobile Edge-Computing-Technologie nutzen und dadurch die Straßensicherheit erhöhen“,

ergänzt Adolfo Masini, Head of IoT Connectivity bei Nokia.

Lokale Clouds für mehr Verkehrssicherheit Auto Cockpit

Bis 2020 möchten die Unternehmen im Zuge der Einführung des 5G-Netzes den Ausbau der Mobilfunktechnologie sowie entsprechender vernetzter Fahrfunktionen gemeinsam vorantreiben, um damit insbesondere die höheren Stufen des automatisierten Fahrens zu ermöglichen. Hierzu müssen die Fahrzeuge in der Lage sein, sowohl miteinander als auch über einen Server zu kommunizieren – je nach Erfordernis in einer zentralen oder lokalen Cloud. Im Rahmen der Entwicklungspartnerschaft zwischen Bosch, Nokia und der Deutschen Telekom hat das Projektteam Fahrerassistenzfunktionen wie den Kreuzungsassistenten und das elektronische Bremslicht umgesetzt und mit deren Hilfe die Kommunikation über eine lokale Cloud im Bosch-Prüfzentrum in Boxberg gegenüber einer zentralen Cloud validiert. Die Funktionsweise des Kreuzungsassistenten sieht dabei vor, dass die Fahrzeuge regelmäßig ihre Positions- und Bewegungsdaten an den Server senden. Diese Daten werden mit denen der benachbarten Fahrzeuge sowie bestehenden Vorfahrtsregeln abgeglichen. Bei der Gefahr eines Unfalls wird eine Warnmeldung in dem Fahrzeug angezeigt, das keine Vorfahrt hat. Insbesondere außerorts, wenn die Fahrzeuge mit höherer Geschwindigkeit unterwegs sind, bietet der kurze Weg über die lokale Cloud wichtige Geschwindigkeitsvorteile. Im Vergleich zu Lösungen, die Informationen über eine zentrale Cloud austauschen, sind lokale Cloudansätze mindestens dreimal so schnell und weisen bei Latenzen unter 20ms von Fahrzeug-zu-Fahrzeug wesentlich geringere Varianzen auf. In manchen Situationen kann dies darüber entscheiden, ob die Information rechtzeitig im Auto ankommt und der Fahrer oder die Sicherheitsfunktion noch schnell genug reagieren kann.

Drei Partner – ein Ziel

Jeder der drei Partner bringt seine Expertise und Kompetenz in das Gemeinschaftsprojekt ein, um den Straßenverkehr besonders an gefährlichen Kreuzungen oder Kurven sicherer zu machen. Bosch ist dabei verantwortlich für die Funktionen wie den Kreuzungsassistenten und das elektronische Bremslicht, sowie deren Implementierung im Fahrzeug und auf dem Server, sowohl in der lokalen Cloud als auch die Integration in einer zentralen Cloud. Darüber hinaus trägt Bosch in seiner Implementierung den speziellen Security- und Privacy-Anforderungen in der Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation Rechnung, um beispielsweise eine Verfolgbarkeit der Fahrzeuge zu verhindern. Die Telekom stellt den Mobilfunkmasten, das Mobilfunknetz und die Basisstation, Nokia die notwendige MEC-Soft- und Hardware für die lokale Cloud, welche die schnelle Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Cloud mit niedrigen Latenzzeiten ermöglicht. Zusätzlich unterstützt das finnische Telekommunikationsunternehmen bei der Integration der beiden Bosch-Funktionen in die lokale Cloud und den entsprechenden, von Bosch durchgeführten Tests in Boxberg.

Weiterer Informationskanal – CITY-BOOSTER

Gerade solchen Themen bewegen die Bürger in allen Städten, denn mit dem Verkehr beschäftigen sich jeder Bundesbürger am Tag um die 2,3 Stunden. Das vernetzte Mobilität die Verkehrssicherheit beeinflussen kann, glauben nicht nur die drei hier beschrieben Partner. Weitere Informationen sollen sich zukünftig auch das Team von CITY-BOOSTER annehmen, die im Begriff sind, digitale Städte und digitale Regionen mit ansprechenden Themenwelten intelligent zu verknüpfen. Durch Branchenverzeichnisse – wie hier in Bad Homburg, den digitalen Städten – auch unter den Infoshows bekannt und den zusammen gefassten Regionen – den Touristikportalen, wird es auch für das Thema Vernetzte Mobilität und Verkehrssicherheit eine Infoshow als Themenwelt geben, die zukünftig unter Verkehr.Infoshows.de (noch nicht mit Informationen bespielt) abrufbar sein wird.

Eine Infoshow lizensierenKONTAKT  Anfrage weiterer LeistungenKONTAKT CITY-BOOSTER


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