Oberbürgermeister Archive

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WHO’S BAD?! 100 Jahre BAD Homburg

100 Jahre BAD Homburg

Am 22. November ist genau ein Jahrhundert vergangen, seit der Regierungspräsident in Wiesbaden auf Beschluss der preußischen Staatsregierung den Zusatz „Bad“ angeordnet hat. Das Jubiläumsjahr ist ein Anlass für Feierlichkeiten, Feste und für besondere Aktionen, die Bad Homburg auf eine Zeitreise vom beginnenden 20. Jahrhundert bis ins Jahr 2012 schicken.

„Die Verleihung des Titels Bad krönt die bislang rund 200 Jahre währende Geschichte des Kurbetriebs in unserer Stadt“

, bewertet Oberbürgermeister Michael Korwisi rückblickend das Ereignis.

Die damalige Anordnung aus Wiesbaden verstehe er keineswegs als einen Einschnitt in der Entwicklung der Stadt. Sie sei vielmehr als Konsequenz zu verstehen. Die Stadt war über Jahrzehnte zum angesehenen Kurort gewachsen. Bürgerinnen und Bürgern der Stadt hatten bereits Mitte des 19. Jahrhunderts den Wunsch geäußert, diese Entwicklung auch symbolisch anzuerkennen und offiziell im Namen zum Ausdruck zu bringen. Das geschah dann 1912.

„Der Titel Bad bleibt für mich nur das Sahnehäubchen, ein sichtbares Zeichen, denn diese drei Buchstaben stehen für einen tief greifenden Wandel unserer Stadt durch die Nutzung der Kurangebote und das dadurch entstandene Umfeld“

, so Korwisi.

Bis zum heutigen Tage trage diese Geschichte ganz wesentlich zum Wohlstand des Wirtschaftsstandortes Bad Homburg v.d.Höhe bei.

„In den Kliniken, aber auch im Tourismus und in der Gastronomie hängen viele Arbeitsplätze davon ab, dass der Kurbetrieb in unserer Stadt funktioniert“

, so Korwisi.

Auch Kurdirektor Ralf Wolter sieht den Titel „Bad“ als Auszeichnung und Verpflichtung:

„Bad Homburg v.d.Höhe ist heute ein Kurort der höchsten Prädikatsstufe und zeichnet sich durch ein hervorragendes kurmedizinisches Angebot sowie die entsprechende medizinische, touristische und kulturelle Infrastruktur aus.“

Fünf Kurkliniken, ein Kurmittelhaus und einer der schönsten Kurparke Deutschlands, aber auch moderne Medical Wellness-Einrichtungen wie das Kur-Royal Day Spa oder die Taunus-Therme weisen Bad Homburg als traditionsreichen, aber auch zeitgemäßen Kurort aus. „Tradition hat Zukunft“, weiß Ralf Wolter und verweist darauf, dass gerade die derzeit beliebten Angebote zur Krankheitsprävention durchaus den Kurformen des 19. Jahrhunderts entsprächen.

Prominenter Gratulant

100 Jahre BAD Homburg – erster Gratulant zum Jubiläum ist am morgigen Samstag, 10. März, das heutige Oberhaupt des Hauses Hohenzollern, Prinz Georg Friedrich von Preußen, der gemeinsam mit seiner Frau Prinzessin Sophie zu einem Kurzbesuch in die Kurstadt kommt. Das Paar wird von Oberbürgermeister Korwisi und Kurdirektor Wolter empfangen und trägt sich in das Goldene Buch der Stadt ein.

Die auf anderthalb Stunden angesetzte kleine Zeremonie beginnt um 14.45 Uhr im Kaiser-Wilhelms-Bad. Zu Besuch in der Stadt ist auch Prinz Franz Friedrich von Preußen. Aus diesem Anlass findet am Abend ein Zusammentreffen mit Vertretern von Bad Homburger Unternehmen und des Landes Hessen statt.

Der Reigen der Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2012 hat übrigens schon begonnen. Das Museum im Gotischen Haus und das Stadtarchiv haben die Vorreiterrolle übernommen. Das Museum zeigt in der Ausstellung „Homburg wird BAD!“ bis 24. Juni Geschichte und Geschichten rund um das Bäderwesen.

Im Archiv begann die Reihe der Veranstaltungen aus Anlass des Jubiläums mit einem Vortrag von Professor Barbara Dölemeyer über das Fürstenbad Homburg und den Kurort in der Kaiserzeit. Die Veranstaltung war so gut besucht, dass sie am 21. März wiederholt wird. Das ganze Jahr über begleiten Museum und Archiv das Jubiläum mit Veranstaltungen (siehe eigene Pressemitteilung).

Kurhaus verhüllt

Mit zwei besonderen Aktionen weckt Bad Homburg die Erinnerungen an diese Zeit. Geplant ist die Verhüllung des Kurhauses mit einer rund 60 Meter breiten und sieben Meter hohen Plane. Das beherrschende Gebäude in der Stadtmitte soll voraussichtlich ab Anfang Mai für mehrere Monate fast wieder so aussehen, wie es sich im Jahr 1912 darstellte.

Kurhaus verhüllt

So soll das Kurhaus verhüllt aussehen: Die Plane zeigt die Fassade, wie sie vor 100 Jahren zu sehen war. Entstanden war der Bau in den 1860er-Jahren nach Plänen des belgischen Architekten Cluysenaar, zerstört wurde das Gebäude Ende des zweiten Weltkriegs

Historische Fotos mitten in der Stadt

Mit großformatigen Abbildungen auf mehreren Kuben erinnert Bad Homburg zudem an das Stadtbild von vor 100 Jahren. Die rund 3,50 Meter breiten und zwei Meter hohen historischen Fotos zeigen an den Plätzen das damalige Erscheinungsbild der Stadt. Denkbare Motive sind zum Beispiel der Wandelhalle im Kurpark, das Hotel Viktoria, das in der Louisenstraße auf dem Gelände des heutigen Kaufhauses Karstadt stand und in dem unter anderem Dostojewski und viele Engländer zu Gast waren, die historischen Fassaden an der Ecke Ferdinandstraße/Louisenstraße auf Seite der Fußgängerzone und der alte Bahnhof, einst gegenüber auf der Seite des Rathauses gelegen, oder auch der Blick in die Brunnenallee mit Casino und Kaiserbrunnen.

Jugendbands und Rodgau Monotones

Ein großes Festwochenende im August ist der Höhepunkt der Feierlichkeiten. Es beginnt am Freitag, 10. August. An diesem Tag findet ein Konzert mit Jugendbands statt. Abends treten als Höhepunkt die Rodgau Monotones in Bad Homburg auf.

Im August zwei Tage Fest in der Brunnenallee

Samstag und Sonntag (11. und 12. August) feiert Bad Homburg in der Brunnenallee. Zwischen dem dann nach historischen Plänen des Baumeisters Louis Jacobi neu entstandenen Musikpavillons und dem Kaiser-Wilhelms-Bad wird Handwerk wie vor 100 Jahren gezeigt. Es gibt Musik, zu sehen und auszuprobieren ist Spielzeug für Kinder, wie es zu Beginn des 20. Jahrhunderts genutzt wurde. Bad Homburger Vereine zeigen Vorführungen in der Brunnenallee. Schauspieler in Kostümen flanieren als historische Persönlichkeiten über die Festmeile.

Zwei Bühnen stehen zur Verfügung: Eine vor dem Kaiser-Wilhelms-Bad und der neue Musikpavillon. Zwei Leckerbissen gibt es jeweils abends: Am Samstag, 11. August, 19.30 Uhr, die Blue Note Big Band mit Lars Keitel am Klavier. Das niederländische Vokalensemble Rock4 begeistert am Sonntag, 12. August, 19.30 Uhr mit bekannten Pop-Songs – vorgetragen a capella.

Verbunden ist das Festwochenende mit einem großen Partnerschaftstreffen. Die Bad Homburger Partnerstädte erhalten die Gelegenheit, sich kulinarisch und touristisch zu präsentieren. Es gibt ein außerdem ein Tennis- und ein Golfturnier. Die Post verkauft einen Sonderstempel. Die Planungen für das Festwochenende haben begonnen, das Programm wächst von Tag zu Tag.

Konzerte und Vorträge

Das ganze Jahr über gibt es Veranstaltungen, die aus Anlass des Jubiläums stattfinden oder die 2012 im Zeichen des Jubiläums gestaltet werden, darunter Auftritte von Pink Martini (21. Mai, 20 Uhr, Kurhaus), den Puppini Sisters (28. Juli, 19.30 Uhr, Kurpark, Bühne vor dem Kaiser-Wilhelms-Bad), einer Veranstaltung des Rheingau-Musik-Festival in Bad Homburg mit dem Eliane Elias Quartett (1. August, 19.30 Uhr, Kurpark, Bühne vor dem Kaiser-Wilhelms-Bad), den hr4-Sommerabend im Park mit Marc Marshall und Band (2. August, 19 Uhr, Kurpark, Bühne vor dem Kaiser-Wilhelms-Bad) sowie „A Night at the Opera” mit Anna Maria Kaufmann, Sopran, und Cristian Lanza, Tenor (28. November, 20 Uhr, Kurtheater).

Ein Festakt

Der offizielle Festakt zum Jubiläum findet am 22. November statt – an genau dem Tag, an dem der Regierungspräsident in Wiesbaden die Nutzung des Zusatzes „Bad“ im Namen des Städtchens Homburg vor der Höhe angeordnet hat.


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Dezernate im Bad Homburger Rathaus neu verteilt

Hallo Zuschauer der BHIS

Oberbürgermeister Michael Korwisi hat die Dezernate in der Bad Homburger Stadtverwaltung neu gegliedert. „Die Umverteilung stellt einen Einschnitt dar“, sagt Korwisi, als OB für die Einteilung der Dezernate zuständig. Erstmals seit September 2003 gibt es wieder einen Bürgermeister im Magistrat. Drei Hauptamtliche und zwei Ehrenbeamte tragen von 15. Februar 2012 an Verantwortung für ihre jeweiligen Bereiche. „Wir arbeiten mit der für eine Stadt der Größe Bad Homburgs angemessenen Zahl von Dezernenten, und sie alle übernehmen diese Verantwortung langfristig. Das unterscheidet die künftige Dezernatsverteilung von jeder Situation in den vergangenen achteinhalb Jahren, und das eröffnet die Chance, mit diesem Team nachhaltiger für unsere Stadt zu arbeiten“, so Korwisi. Anlass für die Neuverteilung der Dezernate sind das altersbedingte Ausscheiden von Stadtrat Peter Vollrath-Kühne zum 14. Februar und der Dienstantritt von Bürgermeister Karl Heinz Krug zum 15. Februar.

Neben Oberbürgermeister Korwisi arbeiten Bürgermeister Karl Heinz Krug und Stadtrat Dieter Kraft hauptamtlich. Stadträtin Beate Fleige und Stadtrat Sepp Peklar übernehmen ihre Dezernate weiterhin als Ehrenbeamte.

Dank der Zahl der Dezernenten lassen sich drei wichtige und gleichzeitig arbeitsintensive Bereiche auf mehrere Schultern verteilen. „Die Stadtplanung, die Finanzen und die Zentrale Verwaltung sind die drei strategisch bedeutsamen Felder, um die Stadt Bad Homburg zu steuern“, sagt Korwisi. Diese Bereiche werden künftig von je einem Hauptamtlichen verantwortet. Die Stadtplanung bleibt wie bisher im Dezernat des Oberbürgermeisters. Krug übernimmt die Verantwortung für den Bereich Finanzen, dessen Funktion mit der Wirtschaftsförderung und dem Beteiligungsmanagement noch gestärkt wird. „Indem wir diese drei zentralen Arbeitsfelder in einem Fachbereich zusammenführen, schaffen wir die grundlegenden Voraussetzungen unsere Stadt für die Zukunft finanzwirtschaftlich zu positionieren“, so Krug. Zu Krafts Dezernat gehören die Zentrale Verwaltung mit dem Personalservice, der Organisation und der IT sowie die Fachbereiche Recht und Soziales, Jugend und Wohnen.

Die beiden Ehrenbeamten behalten ihre Aufgaben. Beate Fleige bleibt Kulturdezernentin. In ihrem Dezernat wird außerdem die Kommunale Frauenbeauftragte als Stabsstelle angesiedelt. „Die dort betreuten Projekte und Initiativen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zur Chancengleichheit, zum Abbau von Gewalt und zur Vernetzung erhalten durch die Schaffung einer Stabsstelle mehr Gewicht“, sagt Fleige. Sepp Peklar ist auch künftig Dezernent für den Fachbereich Bevölkerungsschutz und damit für die Feuerwehr zuständig.

Korwisi hat zudem einige kleinere Arbeitsfelder, die so genannten Produktbereiche, neu zugeordnet. „Den Bürgerservice wollen wir weiter stärken“, so der Oberbürgermeister. Deshalb gehört das Bürgerreferat, die Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger bei Fragen und Problemen im Umgang mit der Verwaltung, künftig zum Fachbereich Bürgerservice und damit in das Dezernat von Krug. Zum Bürgerservice zählen auch die publikumsintensiven Bereiche Stadtladen und Wahlen, das Standesamt sowie – ebenfalls neu – das Sportbüro. „Das Sportbüro ist eine Anlaufstelle für alle Bad Homburger Sportvereine und passt hervorragend in dieses Aufgabenfeld, das direkt mit den Bürgerinnen und Bürgern zu tun hat“, sagt Krug.

Das Wohnungsamt wird künftig dem Fachbereich Soziales, Jugend und Wohnen zugehören. „Viele Besucherinnen und Besucher des Wohnungsamts haben auch Kontakt mit anderen Fachdiensten im Bereich Soziales, deshalb ist es vernünftig, diese Bereiche organisatorisch zu bündeln“, so Kraft.

Die Verteilung ist mit den Dezernenten erörtert worden. „Wir haben einmütig zu dieser Aufgabenverteilung gefunden, und sie ist von Vertrauen der Dezernenten untereinander geprägt“, erklärt der Oberbürgermeister. „Ich freue mich sehr auf unsere gemeinsame Arbeit.“

Korwisi dankte im Zuge der Vorstellung des künftigen Dezernatsverteilungsplans dem scheidenden Stadtrat Peter Vollrath-Kühne. „Wir haben fachlich und persönlich sehr gut zusammengearbeitet, auch – und das ist vielleicht das wichtigste – in Situationen, in denen wir von der Sache her unterschiedliche Positionen vertreten haben“, so der Oberbürgermeister.

Oberbürgermeister Michael Korwisi (Dezernat I)

-    Büro des Oberbürgermeisters
-    Kommunale, regionale und überregionale Aufgaben
-    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
-    Gutachterausschuss
-    Bau und Betrieb
-    Stadtplanung
-    Bauaufsicht, Denkmal- und Naturschutz
-    Eigenbetrieb Stadtwerke
-    Eigenbetrieb Betriebshof
Bürgermeister Karl Heinz Krug (Dezernat II)
-    Revision
-    Finanzen
-    Bürgerservice
-    Öffentliche Ordnung
-    Erhebungsstelle Zensus 2011
Stadtrat Dieter Kraft (Dezernat III)
-    Zentrale Verwaltung
-    Recht
-    Soziales, Jugend und Wohnen
Stadträtin Beate Fleige (Dezernat IV)
-    Kommunale Frauenbeauftragte
-    Kultur und Bildung
Stadtrat Sepp Peklar (Dezernat V)
-    Bevölkerungsschutz


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Bad Homburg schreibt das Radverkehrskonzept fort

Radfahren soll in der Kurstadt Bad Homburg v.d.Höhe noch deutlich attraktiver werden. Dafür legte Oberbürgermeister Michael Korwisi jetzt ein Konzept vor, das kurz- und langfristig umzusetzende Vorschläge enthält. „Wir wollen auf diese Weise eine sichere und funktionale Radverkehrsinfrastruktur in unserer Stadt erreichen“, sagt Korwisi. Eine Umsetzung der Vorschläge der Verkehrsplaner werde voraussichtlich mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Der Magistrat hat am Montag dem fortgeschriebenen Radverkehrskonzept zugestimmt. „Die Vorschläge werden jetzt in allen Ortsbeiräten sowie im Verkehrs- und im Bauausschuss beraten, den Stadtverordneten wird das Konzept dann im Januar vorliegen“, erläutert Korwisi das weitere Vorgehen.

Das Konzept regt eine Entflechtung mit dem Fußgängerverkehr an. Dies bedeutet, dass die Beschilderung „Fußweg – Radfahrer frei“ reduziert werden soll und der Radverkehr stattdessen auf der Fahrbahn geführt wird. Darüber hinaus soll dem Radverkehr eine eigene Fläche zugeteilt werden. Eine solche Fahrradstraße ist eine abgetrennte Fläche, die in beiden Richtungen von Fahrradfahrern genutzt werden kann. Der Vorschlag aus dem Konzept zielt vor allem auf eine Sicherung des Schulweges zum Kaiserin-Friedrich-Gymnasium.

Radcomputer

Die Verkehrsplanung empfiehlt weiter, zwei Routen mit hoher Bedeutung für den Alltagsverkehr und Anbindung der Stadtteile an die Innenstadt einzurichten. Vorgeschlagen werden die beiden Achsen Ober-Erlenbach – Gonzenheim – Kaiserin-Friedrich-Gymnasium – Kurpark – Kirdorf sowie Ober-Eschbach – Gonzenheim – Rathausplatz/Bahnhof – Schloss. Diese Routen werden auch von dem noch im Aufbau befindlichen Internetdienst aus Bad Homburg namens KissMyDrive erfasst und per Video für alle diejenigen, die die Schönheit der Tour nicht mit erleben können, auf Video festgehalten. Mögliche Videoclubs zur anschliessenden Videobearbeitung oder Roadcaptains für das Abfahren der Touren (mit Helmkamera) werden für diese Unternehmung auch noch gesucht, so dass ein Kontakt durch die BHIS! Bad Homburger Infoshow Redaktion möglich ist. Die Touren in Bad Homburg selber können dann mit einem iOS- oder Android-Smartphone aufgezeichnet werden. Hier empfiehlt sich die von MagicMaps entwickelte App namens Scout – Fahrradnavigation und Wandern mit topographischer Karte, die in einem Artikel des iPadBlog mit dem Titel “Gute Karten und Touren im Urlaub: Freizeit-Navigation für iPhone Smartphones” momentan zur Verlosung ansteht. Aber auch für PC-Nutzer hat das Unternehmen aus Pliezhausen die Software Tour Explorer 25 Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland in der Version 5.0 bereit stehen.

Zu den kurzfristigen Maßnamen gehört weiter das Öffnen von netzrelevanten Einbahnstraßen. Insbesondere bei Einbahnstraßen, die zu Schulen oder Freizeiteinrichtungen führen oder die Radverkehr aus einer stark belasteten Hauptverkehrsstraße aufnehmen könnten, sollte die Straßenverkehrsbehörde prüfen, ob dem Radverkehr ein Befahren der Einbahnstraße in Gegenrichtung ermöglicht werden kann.

Zu den langfristig umzusetzenden Projekten gehören einmal Vorhaben, die einen aufwändigen baulichen Eingriff erfordern. Ein Beispiel ist die Kaiser-Friedrich-Promenade. Eine Verbesserung der Situation für Radfahrer kann hier insbesondere durch eine Neuordnung der Verkehrsflächen und somit durch eine bauliche Änderung des Straßenquerschnitts erreicht werden. Die Frage der Radwegeführung in diesem Bereich soll Im Rahmen eines Verkehrskonzepts für den Kurpark angegangen werden.

Langfristig soll auch die Zahl der Fahrradabstellanlagen erhöht werden. Insgesamt befinden sich derzeit rund 2.000 Abstellplätze im öffentlichen Raum. Fahrradständer gibt es zum Beispiel an allen Zugängen zur Innenstadt. Deren Zahl soll noch weiter aufgestockt werden. Auch an Umsteigepunkten zum Nahverkehr wie der U-Bahn-Station Gonzenheim gibt es Abstellplätze. Empfohlen wird, gerade die Pendlerplätze zu überdachen. Zusätzlich wird die Aufstellung beziehungsweise der Ersatz bestehender Vorderradklemmen durch weitere rund 900 Anlehnbügel empfohlen. Qualitativ minderwertige Abstellanlagen sollen gegen Anlehnbügel getauscht werden. Die Kapazitäten werden aufgestockt. Der Schwerpunkt liegt zunächst an den stark frequentierten Zielen des Radverkehrs: im Bereich von Einkaufszonen wie der Louisenstraße, an weiterführenden Schulen und an Freizeiteinrichtungen wie dem Seedammbad. Am Bahnhof wird ein Fahrradparkhaus mit rund 160 Stellplätzen gebaut.

Die Aktion Mängelcoupon Fahrradwege hat sehr gute Ergebnisse für unsere Arbeit gebracht. Wir werden die Bürgerinnen und Bürger auf diese Weise regelmäßig beteiligen“, kündigt Korwisi weiter an. Auch der interne Arbeitskreis Radverkehr soll weiter geführt werden. Im Zuge der Umsetzung des Radverkehrskonzepts wird es darüber hinaus erforderlich die flächendeckende Radwegweisung zu überarbeiten. Zudem sollte eine grundlegende Überarbeitung des Fahrradstadtplans erfolgen.


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Blickachsen 8 in Bad Homburg

Die Freiluftausstellung Blickachsen 8 zeigt bis zum 3. Oktober 2011 65 Großskulpturen von 25 zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern. 36 Arbeiten sind im Kurpark und im Schlosspark von Bad Homburg v.d.Höhe zu sehen, weitere in Darmstadt, Eschborn und Frankfurt am Main. Das international renommierte Projekt erfährt damit eine deutliche Erweiterung in die Region.

Die Eröffnung fand am Sonntag, 22. Mai, auf dem Schmuckplatz im Bad Homburger Kurpark statt. Oberbürgermeister Michael Korwisi, Staatsminister Axel Wintermeyer, Unternehmer Stefan Quandt und Galerist Christian K. Scheffel begrüßten die Gäste. Dr. Jan Teeuwisse, Direktor des Museums Belden am Zee (Niederlande) und in diesem Jahr Partner der Galerie Scheffel bei der Auswahl der Künstler, gab eine Einführung.

Blickachsen OB

Oberbürgermeister Michael Korwisi

Staatsminister Axel Wintermeyer

Staatsminister Axel Wintermeyer

Unternehmer Stefan Quandt

Unternehmer Stefan Quandt

„Als Bad Homburger Bürger, Unternehmer und privater Förderer der „Blickachsen 8“ bin ich stolz auf diese Ausstellung. In den vergangenen vierzehn Jahren sind die „Blickachsen“ zu einer international beachteten Referenzausstellung für moderne Plastik herangereift. Hier wird den großen Persönlichkeiten der Modernen Kunst, aber auch jungen Künstlern, eine Plattform zur Realisierung und Präsentation ihrer Ideen in der atmosphärischen Umgebung des Bad Homburger Schloss- und Kurparks geboten. Das ist einmalig.“

, so Stefan Quandt.

Galerist Christian K. Scheffel

Galerist Christian K. Scheffel

Schirmherr der Veranstaltung ist der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier. Veranstalter sind der Magistrat der Stadt Bad Homburg v.d.Höhe, die Kur- und Kongreß-GmbH, die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen sowie die Galerie Scheffel. Im Auftrag des Kulturfonds Frankfurt RheinMain sind die Stadtkirche und die Kunsthalle Darmstadt, der Camp-Phönix-Park und der Skulpturenpark Niederhöchststadt in Eschborn sowie der Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main einbezogen.

Das Konzept der jedes zweite Jahr stattfindenden Freiluftausstellung stammt von dem Bad Homburger Galeristen Christian K. Scheffel. Er initiierte 1997 „Blickachsen 1“ im Bad Homburger Kurpark. Der Titel bezieht sich auf die Architektur des denkmalgeschützten Landschaftsparks, der zu den größten seiner Art in Deutschland gehört. Der preußische Gartenbaudirektor Peter Joseph Lenné hat den Kurpark Mitte des 19. Jahrhunderts mit eben jenen Blickachsen geschaffen, die das Auge des Betrachters zu entfernter liegenden Punkten leiten. In diese Blickachsen fügt der Bad Homburger Galerist die Großskulpturen sehr behutsam ein. Die Kunstwerke betonen die Parkgestaltung und eröffnen zugleich neue Sichtwege.

Weist dieser Sichtweg etwa auf eine Bausünde hin?

Weist dieser Sichtweg etwa auf eine Bausünde hin?

Blickachsen 8 zeigt bis Oktober in Bad Homburg v.d.Höhe Werke von

  • Magdalena Abakanowicz (Polen)
  • Nicolas Alquin (Frankreich)
  • Caspar Berger (Niederlande)
  • Jonathan Borofsky (USA)
  • Tony Cragg (Großbritannien)
  • Nicolas Dings (Niederlande)
  • Alfred Haberpointner (Österreich)
  • Nigel Hall (Großbritannien)
  • Sebastian Kuhn (Deutschland)
  • Joep van Lieshout (Niederlande)
  • Vincent Olinet (Frankreich)
  • Dennis Oppenheim (USA)
  • Tom Otterness (USA)
  • Oliviero Rainaldi (Italien)
  • Stefan Rohrer (Deutschland)
  • Iris Le Rütte (Niederlande)
  • Peter Schwickerath (Deutschland)
  • Sui Jianguo (China)
  • Johan Tahon (Belgien)
  • Bernar Venet (Frankreich)
  • Venske & Spänle (Deutschland)
  • Henk Visch (Niederlande)

Einige der Künstler

Einige der Künstler konnten dem Publikum persönlich vorgestellt werden

Auch der Hessische Rundfunk war unter den Zuschauern

Auch der Hessische Rundfunk war unter dem Publikum

In Darmstadt sind neue Werke von David Nash (Großbritannien) in der Stadtkirche und der Kunsthalle zu sehen, in Eschborn stehen im Camp-Phönix-Park Nigel Hall (Großbritannien) und im Skulpturenpark Niederhöchststadt Dietrich Klinge (Deutschland). In Frankfurt sind auf dem Campus Westend Skulpturen von Magdalena Abakanowicz (Polen), Masayuki Koorida (Japan) und Bernar Venet (Frankreich) zu sehen, eine weitere Arbeit von Bernar Venet (Frankreich) ist auf dem Campus Riedberg ausgestellt.

Blickachsen 8 wird ermöglicht durch die Förderung der ARTIMA – die Kunstversicherung der Mannheimer, Bank of America Merill Lynch, Deutsche Leasing AG, Freunde der Blickachsen, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Stefan Quandt.

Die öffentlichen Führungen durch Blickachsen 8:

  • im Kurpark (Treffpunkt Schmuckplatz, Promenade)
  • donnerstags 18.30-20.00 Uhr
  • sonntags 11.00-12.30 Uhr

Familienführungen an fünf Samstagen:

  • 28. Mai um 17.15 Uhr
  • 25. Juni, 30. Juli, 27. August und 24. September jeweils 16.00-17.00 Uhr
  • Führung für junge Eltern mit Kinderwagen am 30. Mai, 27. Juni, 25. Juli, 22. August, 26. September, jeweils 10.00-11.15 Uhr
  • Taschenlampenführungen am 17. September und 1. Oktober ab 22 Uhr
  • im Schlosspark (Treffpunkt Weißer Turm) sonntags 15.00-16.30 Uhr

Die Teilnahme kostet fünf bzw. sechs Euro, Kinder ab sechs Jahren bezahlen bei den Familienführungen drei Euro.

Private Gruppen, Vereine und Firmen können eigene Termine buchen:

E-Mail fuehrungen@blickachsen.de oder Tel. 06172/28906 (Galerie Scheffel).

Die Veranstalter erweitern das Angebote für Jugendliche diesmal mit den Kinder-Blickachsen, das gemeinsam mit der Kinderkunstschule angeboten wird. Ziel ist es, Kinder an moderne Kunst heranzuführen. Für Lehrer gibt es eigene Informationstage (28. Juni und 13. August, 12 bis 14 Uhr, 8 Euro).

Kinder-Blickachsen 1

Nahezu 50 Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren stellen zudem in der StadtBibliothek, Dorotheenstraße 24, und in der Orangerie im Schlosspark aus. Die Eröffnung der Kinder-Blickachsen 1 findet am Samstag, 28. Mai, um 15 Uhr in der StadtBibliothek statt.

Die Kinderkunstschule veranstaltet zudem Workshops:

  • Skulpturenworkshops ab 4. Juni jeden Samstag von 10 bis 12.30 Uhr für Kinder ab acht Jahren (28 Euro)
  • die Kurse „Schau hin!“ vom 4. bis 8. Juli (6-8 Jahre) und 1. bis 5. August (9-12 Jahre), täglich von 9 bis 14 Uhr (165 Euro einschließlich Material).

Anmeldungen: www.kinderkunstschule-hg.de, Telefon 06172/942390

Ein Video von rheinmaintv über die Blickachsen

(Fotos: Seebach)

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Das Lilly Gelände. Der Bebauungsplan. Die Fakten.

Oberbürgermeister Michael Korwisi richtet sich an die Bürger

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

das ehemals von der Lilly Deutschland GmbH genutzte Gelände in Dornholzhausen steht seit Februar 2008 leer. Es besteht keine Nachfrage durch Gewerbe- oder Dienstleistungsunternehmen für eine weitere Nutzung.

Um wieder Leben an diesen Ort zu bringen, soll dieser voll erschlossene Bereich, in fußläufiger Nähe zum Zentrum Dornholzhausen, umgenutzt werden. Neben den bestehenden Gewerbe- und Verwaltungseinrichtungen soll Platz für Wohnen und soziale Infrastruktur geschaffen werden.

Diese Maßnahme ist ein zentraler Baustein unserer zukunftsgerichteten Wohnraumpolitik. Wir wollen die Weichen für eine behutsame und gleichzeitig kontinuierliche Erweiterung des Wohnraumangebotes stellen. Bei der Schaffung neuen Wohnraumes sind uns zwei übergeordnete Ziele besonders Wichtig:

Die Innenentwicklung hat Vorrang vor der Außenentwicklung. Das heißt, bevor neues Wohnbauland auf der grünen Wiese ausgewiesen wird, sollen Flächen innerhalb des Stadtgefüges bebaut werden.

Der Demographische Wandel ist in Bad Homburg sehr stark ausgeprägt. Hier gilt es, auch über den Wohnungsmarkt steuernd einzugreifen. Es muss verstärkt jungen Familien ermöglicht werden, in unserer Stadt ihr Zuhause zu finden.

In diesem Sinne wollen wir auf dem „Lilly-Alt-Standort“ ein modernes Wohnquartier entwickeln, das den Eingang des Stadtteils prägt, das Zentrum belebt und den grünen, großzügigen Charakter Dornholzhausens stärkt.

Das Modell

Um sich die Entwicklung bildhaft vorstellen zu können, wurde ein Modell angefertigt, das den „Lilly-Alt-Standort“ in seiner Umgebung darstellt die geprägt wird von:

  • der Einzel- und Mehrfamilienbehausung (Kälberstücksweg/ Dietrich-Bonhoeffer-Straße)
  • dem Dienstleistungskomplex Saalburgstraße
  • der sogenannten „Dornholzhäuser Warte“

All dies sind die Maßstäbe, an denen sich die neue Entwicklung orientieren wird.

Der „Lilly-Alt-Standort“ (Quelle: Magistrat der Stadt Bad Homburg)

Der „Lilly-Alt-Standort“ (Quelle: Magistrat der Stadt Bad Homburg)

Die Fakten

Der bestehende Bebauungsplan von 1981 lässt für die Fläche zwischen Hohemarkstraße und Dienstleistungsgebäuden eine viergeschossige Gewerbenutzung bis zu einer Höhe von 22,85 m zu.

Das städtebauliche Konzept der Neuentwicklung sieht hingegen folgendes vor:

  • Der ortstypische, stark durchgrünte Charakter bleibt erhalten. Es werden nicht mehr als 30% der Fläche versiegelt (GRZ 0,3).
  • Es entstehen ca. 130 neue Wohneinheiten – in Mehrfamilien- und Reihenhäusern.
  • Die neuen Gebäude werden niedriger als die angrenzenden, bestehenden Dienstleistungsbauten, ihre Höhe soll maximal 16 m betragen.
  • Die Nachfrage nach Hort-, Kindergarten- und Krippenplätzen, die sich durch die Zuziehenden ergibt, wird bei der Planung der Gebäude berücksichtigt.
  • In dem Gebiet können genügend altengerechte Wohnungen entstehen.

Für Fragen steht wie gehabt der Fachbereich Stadtplanung unter der Nummer 06172 / 100-6101 zur Verfügung.

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Entwurf für den Bad Homburger Haushalt 2011

Schwerpunkte bei der Zukunft der Kinder

Die Einnahmen der Stadt Bad Homburg v.d.Höhe werden 2011 sinken. Davon geht Oberbürgermeister Michael Korwisi bei der Vorlage des Entwurfs für den Haushalt des kommenden Jahres aus. Den Erträgen des Ergebnishaushalts in Höhe von 141 Millionen Euro stehen Aufwendungen in Höhe von 159,9 Millionen Euro gegenüber. Der Fehlbedarf in Höhe von 18.9 Millionen Euro wird durch Überschüsse aus den Vorjahren gedeckt.

„Unter dem Strich werden wir mit 14,6 Millionen Euro weniger haushalten müssen als 2010. Es wird also schwerer werden, die Standards zu halten, die unsere Bürgerinnen und Bürger kennen“

, so Korwisi, der auch Kämmerer ist.

Auf Grund des Defizits könne der Regierungspräsident ein Konzept zur Sicherung des Haushalts fordern. Deshalb beginnt für den OB mit der Vorlage des Entwurfs für 2011 bereits die Diskussion über 2012. Korwisi:

„Wir werden die freiwilligen Leistungen auf den Prüfstand stellen müssen. Die Stadtverordneten kennen sie, und wir sollten das kommende Jahr dazu nutzen, um uns darüber zu verständigen, wo wir sparen könnten, falls es bei der schlechten Ertragslage bliebe. Wenn Einschnitte nötig werden, dann müssen wir sie gerecht verteilen.“

Obwohl die Rückgänge bei den Erträgen auf geringere Einnahmen bei der Steuer zurückzuführen sind, will Korwisi die Hebesätze bei Gewerbesteuer und Grundsteuer B – den Steuerarten, deren Höhe eine Kommune selbst bestimmt – in 2011 unverändert niedrig lassen. Die Gewerbesteuer wird laut Entwurf auch 2011 bei 350 Prozent liegen (Hessen: rund 395 im Jahr 2008), die Grundsteuer B bei 240 Prozent (Hessen: rund 330 im Jahr 2008).

Die Einnahmen sinken allerdings deutlich. Die Kämmerei rechnet für das kommende Jahr mit 60 Millionen Euro aus der Gewerbesteuer. Korwisi hat damit den Ansatz gegenüber 2010 deutlich nach unten korrigiert.

„Wir erwarten heute nicht mehr, dass wir die 78 Millionen Euro im laufenden Jahr 2010 tatsächlich erreichen. Die jüngste Euphorie der Bundes- und der Landesregierung teile ich nicht“

, äußert sich Korwisi skeptisch zur Entwicklung der Gewerbesteuer. Diese Ertragsart sei grundsätzlich schwer zu kalkulieren, bestimme aber in Bad Homburg den Rahmen für die Investitionen.

Niedriger ist auch der Ansatz beim Anteil der Einkommenssteuer. Der Hessische Städtetag stellte im Oktober fest, die Ergebnisse des Einkommenssteueraufkommens in Hessen seien „katastrophal“. Bad Homburg erwartet für 2011 einen Anteil von rund 27 Millionen Euro gegenüber einem Ergebnis von 31 Millionen im Jahr 2009 und gar von 33 Millionen gegenüber 2008 dank des sogenannten Konjunkturbeschleunigungsgesetzes. Auch aus Einnahmen der Spielbank wird laut Entwurf im kommenden Jahr weniger Geld in die städtischen Kassen fließen (Ansatz 3,7 Millionen statt 4,8).

Bei den Personalausgaben schlägt die Kinderbetreuung besonders zu Buche. Über 9,2 Millionen Euro wird die Stadt 2011 für rund 206 Stellen zur Betreuung von 1307 Kindern in städtischen Kindertagesstätten aufwenden (Stand August/September 2010; 704 Kinder zwischen drei und sechs Jahren, 185 unter drei Jahren und 418 über sechs Jahren, ohne Plätze freier Träger).

„Das Land gibt einen hohen Personalschlüssel vor. Das ist zwar gut für die Kinder und deshalb grundsätzlich zu begrüßen. Die entstehenden Kosten aber trägt in unserem Fall die Stadt alleine“

, erinnert der Oberbürgermeister an das gebrochene Versprechen des ehemaligen Sozialministers Banzer und an das laufende Verfahren um die Höhe der Landesmittel für Betreuung.

„Hier fehlen ‚dank’ Banzer 1,2 Millionen im Haushalt“

, so Korwisi. Dennoch bleibt Kinderbetreuung einer der Schwerpunkte der Ausgaben in Bad Homburg.

„Einschließlich Personal und der Zuschüsse an freie Träger wird die Kinderbetreuung im kommenden Jahr rund 17 Millionen Euro kosten“

, rechnet er zusammen.

Korwisi weiter:

„Die Zukunft unserer Kinder liegt uns am Herzen. Das ist einer unserer Schwerpunkte. Die Kindergartenbetreuung bleibt für die Eltern weiterhin beitragsfrei. Zur besseren Betreuung unserer Kinder werden wir im kommenden Jahr zwei Einrichtungen neu eröffnen, und zwar in der Dietigheimer Straße einen Hort und in direkter Nachbarschaft eine Kinderkrippe. Zudem wird in der Brandenburger Straße mit der Wiedereröffnung eine zusätzliche Betreuungsgruppe geschaffen. Hierfür müssen wir 21 Erzieherinnen und Erzieher neu einstellen.“

Die Aufwendungen für Personal und Versorgung – rund ein Viertel aller Ausgaben – steigen daher sowie wegen der Tarifsteigerungen von insgesamt 36,9 Millionen im Jahr 2010 auf 39,2 Millionen im Jahr 2011. Auf der Ausgabenseite fließen zudem große Summen an den Hochtaunuskreis: 22,6 Millionen Euro als Umlage zur Finanzierung von dessen Aufgaben. Für die Schulen des Hochtaunuskreises zahlt die Stadt Bad Homburg v.d.Höhe zudem weitere 12 Millionen Euro. Neu ist die Kompensationsumlage in Höhe von 1,5 Millionen Euro, die nach Änderungen im kommunalen Finanzausgleich zu zahlen sein wird. Auch hier bittet die Landesregierung die Stadt zur Kasse.

Die Kindertagesstätten stehen mit weiteren 7,3 Millionen Euro als bedeutender Posten auch unter den Investitionen. Unter anderem sind folgende Vorhaben im Haushalt 2011 aufgeführt (alle Angaben in Euro):

  • Kita Brandenburger Straße, Abriss und Neubau (2 Millionen; Gesamtbedarf 5,3 Millionen).
  • Kita Dornholzhausen, Sanierung und Anbau (1,3 Millionen).
  • Krippe Dietigheimer Straße, Neubau (1 Million für 2011, Gesamtbedarf 3,1 Millionen).
  • Kita Ober-Erlenbach, Anbau (490.000, Gesamtbedarf eine halbe Million).
  • Zuschüsse für den Bau von Betreuungszentren an Grundschulen (980.000, Gesamtbedarf 3,7 Millionen).
  • Ein Zuschuss an die Evangelische Gedächtniskirchengemeinde für den Neubau eines Kindergartens am Gluckensteinweg. Die Stadt unterstützt das Projekt mit insgesamt drei Millionen Euro, von denen eine Million im Haushalt 2011 bereitgestellt wird. Zwei Millionen sollen für 2012 fest zugesagt werden.

Nennenswerte Investitionen enthält der Haushaltsentwurf von OB Korwisi auch bei der Feuerwehr:

  • Leichtbauhallen erweitern die Gerätehäuser in Kirdorf (115.000 Euro), Ober-Erlenbach (115.000 Euro) sowie in Dornholzhausen (150.000 Euro).
  • Im Haushalsentwurf steht mit einer halben Million Euro die erste Rate für das Feuerwehrgerätehaus in Ober-Eschbach. Die Baukosten werden auf insgesamt 2,3 Millionen Euro geschätzt.
  • Für die Aufrüstung des Feuerwehr-Funks unter anderem mit Digitalfunk sind 441.000 Euro vorgesehen.
  • Neu ist die Anschaffung eines Containers für ABC-Unfälle im Entwurf zu finden. Der Ansatz liegt bei 384.000 Euro. Für die Beschaffung von Feuerwehr-Fahrzeugen vorgesehene Mittel, die 2010 noch nicht abgerufen worden sind, werden nach 2011 übertragen.

Die Stadt Bad Homburg führt 2011 ihr erfolgreiches Zuschuss-Programm für die energetische Sanierung älterer Gebäude weiter. 450.000 Euro sind zur Unterstützung von Hauseigentümern im kommenden Jahr vorgesehen. Bereitgestellt sind auch Mittel in Höhe von rund 115.000 Euro für die künftige Energieberatung, die im kommenden Jahr für Bad Homburger Bürgerinnen und Bürger durch die Stadt in der Beratungsstelle Power angeboten wird. Der Betrieb von Power wird zunächst durch ein beauftragtes Unternehmen erfolgen.

Weitere 350.000 Euro stehen zur Verfügung, um Flächen ökologisch aufzuwerten, zum Beispiel Laubwald dort aufzuforsten, wo bisher Nadelbäume gestanden haben. Diese Projekte können auf dem Ökokonto verrechnet werden. Die Streuobstbestände in den Stadtteilen fördert Bad Homburg auch im kommenden Jahr mit 40.000 Euro.

Der Straßenbau steht mit rund 6,3 Millionen Euro im Haushaltsentwurf. Darin sind unter anderem enthalten die weitere Erschließung im Bereich Bahnhof Süd, der städtische Anteil an den Arbeiten zur Erschließung des künftigen Krankenhausgeländes, die Arbeiten im Mariannenweg, in der Dorotheenstraße, in der Hofheimer Straße, Haingasse und Höhestraße sowie das vierte Ohr Südring/Pappelallee.

Nach dem Startschuss für die Bauarbeiten zum Umbau des Bad Homburger Bahnhofs steht die Kapitaleinlage für die Bahnhof GmbH mit 11,6 Millionen für 2011 im Haushaltsentwurf. Insgesamt schießt die Stadt ihrer jüngsten Tochtergesellschaft 18 Millionen Euro zu. Weitere Investitionen im Hochbau sind

  • der Umbau und die Sanierung der Bundeswertpapierverwaltung zum Technischen Rathaus und Stadtarchiv.
  • der Bau der Zusatzhalle in Ober-Eschbach.
  • die Sanierung des Funktionsgebäudes Sandelmühle.
  • Der Um- oder Neubau des Vereinshauses Dornholzhausen.
  • Sanierungs-Arbeiten am Rathaus.
  • Das Darlehen zur Sanierung der Friedrich-Ebert-Schule an den Hochtaunuskreis.

„Trotz der schwieriger werdenden Finanzlage schafft die Stadt es, fast 60 Millionen Euro zu investieren. Das ist eine stolze Summe, mit der wir die Infrastruktur für unserer Bürgerinnen und Bürger im kommenden Jahr verbessern werden“

, so Korwisi abschließend. Er wird den Haushaltsentwurf am 4. November in die Stadtverordnetenversammlung einbringen.

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Kommunikations-Fachleute im Kurhaus

„Der Telekommunikationsmarkt in der Rhein-Main-Region ist der größte in ganz Europa, und die Stadt Bad Homburg steuert als Sitz von über 250 Unternehmen aus der Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche einen beträchtlichen Teil zur Zentrumsfunktion der Region bei.“  Das sagte Oberbürgermeister Michael Korwisi im Rahmen der diesjährigen Herbsttagung des Bundesverbandes Telekommunikation (VAF) und der GFT Gemeinschaft Fernmeldetechnik eG, einem Unternehmensverbund von über 200 mittelständischen Systemhäusern der Telekommunikationsbranche. Korwisi begrüßte zu der Tagung Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet im KongressCenter Bad Homburg.

Die in Bad Homburg ansässigen Unternehmen der Zukunftsbranche Kommunikation – vom Global Player über klein- und mittelständische Unternehmen bis hin zum einzelkämpfenden Selbstständigen – sind aktuell dabei, unter Leitung der städtischen Wirtschaftsförderung ein Netzwerk untereinander aufzubauen. Im Sinne des Satzes „Das Ganze ist mehr als die Summe der Einzelteile“ bieten solche Netzwerke die Chance, mit kooperierenden Unternehmen und Handelspartnern direkt ins Gespräch zu kommen. Dadurch entsteht eine Zusammenarbeit, mit der die städtische Wirtschaftsförderung in anderen Branchen bereits gute Erfahrungen gemacht hat. Die einzelnen Unternehmen werden gestärkt, die Branche wird in der Stadt verankert. Die Fachtagung, so OB Korwisi in seiner Rede, sei mit Ihrer bundesweiten Strahlkraft sicherlich auch ein Katalysator für die Bad Homburger Aktivitäten in diesem Bereich.

Die Möglichkeiten der virtuellen Telefonanlage, die Konzentration von Siemens Enterprise Communications auf den Fachhandel als Kunden und die gute Entwicklung ihrer Genossenschaft – das waren die drei wichtigsten Themen der Herbsttagung der GFT. Die mittelständischen Mitglieder des Unternehmensverbundes Telekommunikation informierten sich umfassend über Entwicklungen auf dem Markt für Informationstechnologie und Telekommunikation (ITK).

GFT-Vorstandssprecher Rudolf Saken hatte zu Beginn den Mitgliedern der Genossenschaft von positiven Zahlen berichtet. So setzte das in Hilden ansässige Unternehmen in der ersten Hälfte dieses Jahres 15 Prozent mehr um. Verantwortlich dafür ist vor allem der Geschäftsbereich Informationstechnik/Telekommunikation, der mittlerweile fast 60 Prozent des Gesamtumsatzes von deutlich über 40 Millionen Euro ausmacht. Das Feld der Passiven Netzwerktechnik wuchs nach einem Minus im Vorjahr um über 22 Prozent. Die Nachfrage nach Sicherheits- und Medientechnik sowie Sprech- und Lichtrufanlagen ging zurück. Insgesamt erwirtschaftete die GFT im ersten Halbjahr 2010 einen Mitgliederbonus von 749.000 Euro.

Aus dem umfangreichen Programm fand insbesondere der Vortrag von Dr. Christoph Hardtke interessierte Zuhörer. Der Lehrbeauftragte der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg gab im Auftrag von Böcker Ziemen Management Consultants Antworten auf die Frage: „Verdrängt das Bandbreitenwachstum die TK-Anlage?“ Hardtke beleuchtete dabei die Entwicklung öffentlicher Infrastrukturen und Dienstleistungen. Seine These: Die virtuelle Telefonanlage gibt Unternehmen die Möglichkeit zum weitgehend vollständigen Outsourcing von TK-Leistungen, denn sie ist nur noch eine softwarebasierte Lösung auf Servern eines Service Providers und steht nicht mehr im eigenen Bürogebäude.

Mittelständler, die sich in diesem Segment engagieren, finden derzeit einen kaum verteilten Markt vor, so Hardtke. Die Zahlen dazu: 5,5 Milliarden Euro werden jährlich für Telefonanlagen-Dienste und -Infrastruktur ausgegeben. Nur ein Prozent der 6,8 Millionen Telefonarbeitsplätze wird derzeit über virtuelle Telefonanlagen organisiert. Umfragen zeigen, dass 61 Prozent der Entscheider Begriffe rund um die virtuelle Telefonanlage nicht kennen. Informiert über die Fakten der neuen Technik schließen nur 18 Prozent der Befragten aus, diese einzusetzen.

Wer dieser Anwendung positiv gegenübersteht, fordert geringeren Aufwand, mehr Flexibilität und insbesondere weniger Kosten. Fachleute schätzen das Einsparpotential für Unternehmen, die die virtuelle und nicht die klassische Telefonanlage nutzen, auf rund 25 Prozent. Auch deshalb sehen Marktexperten eine Verzehnfachung der Umsätze rund um die virtuelle Telefonanlage bis 2015.

Stefan Herrlich, Geschäftsführer Siemens Enterprise Communications Deutschland (SEN), berichtete, dass sein Unternehmen das inländische Vertriebsmodell ändere. Dominierte bisher ein starker Direktvertrieb, werden jetzt vermehrt Umsätze über Vertriebspartner generiert. „Erst der hervorragende und breite Marktzugang unserer Channelpartner ermöglicht uns, im indirekten Bereich weiter zu wachsen“, so Herrlich.

Bild in unserem BHIS! Kopfbereich(von links nach rechts):

Rudolf H. Saken (Sprecher des Vorstands GFT Gemeinschaft Fernmelde-Technik eG), Uwe Platz (geschäftsführender Gesellschafter Horst Platz GmbH ), Hans A. Becker (1. Vorsitzender VAF Bundesverband Telekommunikation / Geschäftsführer euromicron solutions GmbH), Horst Platz geschäftsführender Gesellschafter Horst Platz GmbH), Oberbürgermeister Michael Korwisi, Peter Schwabe (Aufsichtsratsvorsitzender GFT / Vorstandsvorsitzender Telba AG), Martin Bürstenbinder (Geschäftsführer VAF Bundesverband Telekommunikation e.V.)

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