Michael Korwisi Archive

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Positive Bilanz des Jacobi-Jahres 2010

In Zusammenarbeit mit Menschen und Institutionen

Oberbürgermeister Michael Korwisi und Kulturdezenentin Beate Fleige ziehen eine positive Bilanz des Jacobi-Jahres 2010.

Wir haben mit vielen Menschen und Institutionen zusammengearbeitet. Sie haben uns darin unterstützt, einen Mann näher kennen zu lernen, der das Gesicht unserer Stadt mitgeprägt hat. Obwohl mit der Saalburg das einzige Römerkastell aus seine Arbeit zurück geht, ist Jacobi den Menschen von heute nicht unbedingt bekannt.

, so Korwisi und Fleige in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten in der Bad Homburger Stadtbibliothek. Gemeinsam sei das Vorhaben mit zahlreichen Veranstaltungen und Ausstellungen umgesetzt worden.

Eine Broschüre über den Baumeister

Ruxandra-Maria Jotzu, die im Auftrag der Stadt viele der Aktivitäten zum Jacobi-Jahr koordiniert hat, stellte anlässlich der Pressekonferenz eine 36-seitige Broschüre über den Bad Homburger Baumeister und Ehrenbürger vor. Die Broschüre geht auf das Wirken Jacobis ein und enthält viele interessante Details über seine Arbeiten wie zum Beispiel die Marktlauben und die Villa Hammelmann. Die Broschüre wird am Stadtladen im Rathaus ausliegen.

Sie enthält außerdem einen Stadtplan, auf dem die Bauten Jacobis in der Bad Homburger Innenstadt verzeichnet sind:

Stadtplan aus der Broschüre

Stadtplan aus der Broschüre über Louis Jacobi

Beschreibung der Bauwerke im Stadtplan (Rückseite)

Beschreibung der Bauwerke im Stadtplan (Rückseite)

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Das Lilly Gelände. Der Bebauungsplan. Die Fakten.

Oberbürgermeister Michael Korwisi richtet sich an die Bürger

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

das ehemals von der Lilly Deutschland GmbH genutzte Gelände in Dornholzhausen steht seit Februar 2008 leer. Es besteht keine Nachfrage durch Gewerbe- oder Dienstleistungsunternehmen für eine weitere Nutzung.

Um wieder Leben an diesen Ort zu bringen, soll dieser voll erschlossene Bereich, in fußläufiger Nähe zum Zentrum Dornholzhausen, umgenutzt werden. Neben den bestehenden Gewerbe- und Verwaltungseinrichtungen soll Platz für Wohnen und soziale Infrastruktur geschaffen werden.

Diese Maßnahme ist ein zentraler Baustein unserer zukunftsgerichteten Wohnraumpolitik. Wir wollen die Weichen für eine behutsame und gleichzeitig kontinuierliche Erweiterung des Wohnraumangebotes stellen. Bei der Schaffung neuen Wohnraumes sind uns zwei übergeordnete Ziele besonders Wichtig:

Die Innenentwicklung hat Vorrang vor der Außenentwicklung. Das heißt, bevor neues Wohnbauland auf der grünen Wiese ausgewiesen wird, sollen Flächen innerhalb des Stadtgefüges bebaut werden.

Der Demographische Wandel ist in Bad Homburg sehr stark ausgeprägt. Hier gilt es, auch über den Wohnungsmarkt steuernd einzugreifen. Es muss verstärkt jungen Familien ermöglicht werden, in unserer Stadt ihr Zuhause zu finden.

In diesem Sinne wollen wir auf dem „Lilly-Alt-Standort“ ein modernes Wohnquartier entwickeln, das den Eingang des Stadtteils prägt, das Zentrum belebt und den grünen, großzügigen Charakter Dornholzhausens stärkt.

Das Modell

Um sich die Entwicklung bildhaft vorstellen zu können, wurde ein Modell angefertigt, das den „Lilly-Alt-Standort“ in seiner Umgebung darstellt die geprägt wird von:

  • der Einzel- und Mehrfamilienbehausung (Kälberstücksweg/ Dietrich-Bonhoeffer-Straße)
  • dem Dienstleistungskomplex Saalburgstraße
  • der sogenannten „Dornholzhäuser Warte“

All dies sind die Maßstäbe, an denen sich die neue Entwicklung orientieren wird.

Der „Lilly-Alt-Standort“ (Quelle: Magistrat der Stadt Bad Homburg)

Der „Lilly-Alt-Standort“ (Quelle: Magistrat der Stadt Bad Homburg)

Die Fakten

Der bestehende Bebauungsplan von 1981 lässt für die Fläche zwischen Hohemarkstraße und Dienstleistungsgebäuden eine viergeschossige Gewerbenutzung bis zu einer Höhe von 22,85 m zu.

Das städtebauliche Konzept der Neuentwicklung sieht hingegen folgendes vor:

  • Der ortstypische, stark durchgrünte Charakter bleibt erhalten. Es werden nicht mehr als 30% der Fläche versiegelt (GRZ 0,3).
  • Es entstehen ca. 130 neue Wohneinheiten – in Mehrfamilien- und Reihenhäusern.
  • Die neuen Gebäude werden niedriger als die angrenzenden, bestehenden Dienstleistungsbauten, ihre Höhe soll maximal 16 m betragen.
  • Die Nachfrage nach Hort-, Kindergarten- und Krippenplätzen, die sich durch die Zuziehenden ergibt, wird bei der Planung der Gebäude berücksichtigt.
  • In dem Gebiet können genügend altengerechte Wohnungen entstehen.

Für Fragen steht wie gehabt der Fachbereich Stadtplanung unter der Nummer 06172 / 100-6101 zur Verfügung.

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Entwurf für den Bad Homburger Haushalt 2011

Schwerpunkte bei der Zukunft der Kinder

Die Einnahmen der Stadt Bad Homburg v.d.Höhe werden 2011 sinken. Davon geht Oberbürgermeister Michael Korwisi bei der Vorlage des Entwurfs für den Haushalt des kommenden Jahres aus. Den Erträgen des Ergebnishaushalts in Höhe von 141 Millionen Euro stehen Aufwendungen in Höhe von 159,9 Millionen Euro gegenüber. Der Fehlbedarf in Höhe von 18.9 Millionen Euro wird durch Überschüsse aus den Vorjahren gedeckt.

„Unter dem Strich werden wir mit 14,6 Millionen Euro weniger haushalten müssen als 2010. Es wird also schwerer werden, die Standards zu halten, die unsere Bürgerinnen und Bürger kennen“

, so Korwisi, der auch Kämmerer ist.

Auf Grund des Defizits könne der Regierungspräsident ein Konzept zur Sicherung des Haushalts fordern. Deshalb beginnt für den OB mit der Vorlage des Entwurfs für 2011 bereits die Diskussion über 2012. Korwisi:

„Wir werden die freiwilligen Leistungen auf den Prüfstand stellen müssen. Die Stadtverordneten kennen sie, und wir sollten das kommende Jahr dazu nutzen, um uns darüber zu verständigen, wo wir sparen könnten, falls es bei der schlechten Ertragslage bliebe. Wenn Einschnitte nötig werden, dann müssen wir sie gerecht verteilen.“

Obwohl die Rückgänge bei den Erträgen auf geringere Einnahmen bei der Steuer zurückzuführen sind, will Korwisi die Hebesätze bei Gewerbesteuer und Grundsteuer B – den Steuerarten, deren Höhe eine Kommune selbst bestimmt – in 2011 unverändert niedrig lassen. Die Gewerbesteuer wird laut Entwurf auch 2011 bei 350 Prozent liegen (Hessen: rund 395 im Jahr 2008), die Grundsteuer B bei 240 Prozent (Hessen: rund 330 im Jahr 2008).

Die Einnahmen sinken allerdings deutlich. Die Kämmerei rechnet für das kommende Jahr mit 60 Millionen Euro aus der Gewerbesteuer. Korwisi hat damit den Ansatz gegenüber 2010 deutlich nach unten korrigiert.

„Wir erwarten heute nicht mehr, dass wir die 78 Millionen Euro im laufenden Jahr 2010 tatsächlich erreichen. Die jüngste Euphorie der Bundes- und der Landesregierung teile ich nicht“

, äußert sich Korwisi skeptisch zur Entwicklung der Gewerbesteuer. Diese Ertragsart sei grundsätzlich schwer zu kalkulieren, bestimme aber in Bad Homburg den Rahmen für die Investitionen.

Niedriger ist auch der Ansatz beim Anteil der Einkommenssteuer. Der Hessische Städtetag stellte im Oktober fest, die Ergebnisse des Einkommenssteueraufkommens in Hessen seien „katastrophal“. Bad Homburg erwartet für 2011 einen Anteil von rund 27 Millionen Euro gegenüber einem Ergebnis von 31 Millionen im Jahr 2009 und gar von 33 Millionen gegenüber 2008 dank des sogenannten Konjunkturbeschleunigungsgesetzes. Auch aus Einnahmen der Spielbank wird laut Entwurf im kommenden Jahr weniger Geld in die städtischen Kassen fließen (Ansatz 3,7 Millionen statt 4,8).

Bei den Personalausgaben schlägt die Kinderbetreuung besonders zu Buche. Über 9,2 Millionen Euro wird die Stadt 2011 für rund 206 Stellen zur Betreuung von 1307 Kindern in städtischen Kindertagesstätten aufwenden (Stand August/September 2010; 704 Kinder zwischen drei und sechs Jahren, 185 unter drei Jahren und 418 über sechs Jahren, ohne Plätze freier Träger).

„Das Land gibt einen hohen Personalschlüssel vor. Das ist zwar gut für die Kinder und deshalb grundsätzlich zu begrüßen. Die entstehenden Kosten aber trägt in unserem Fall die Stadt alleine“

, erinnert der Oberbürgermeister an das gebrochene Versprechen des ehemaligen Sozialministers Banzer und an das laufende Verfahren um die Höhe der Landesmittel für Betreuung.

„Hier fehlen ‚dank’ Banzer 1,2 Millionen im Haushalt“

, so Korwisi. Dennoch bleibt Kinderbetreuung einer der Schwerpunkte der Ausgaben in Bad Homburg.

„Einschließlich Personal und der Zuschüsse an freie Träger wird die Kinderbetreuung im kommenden Jahr rund 17 Millionen Euro kosten“

, rechnet er zusammen.

Korwisi weiter:

„Die Zukunft unserer Kinder liegt uns am Herzen. Das ist einer unserer Schwerpunkte. Die Kindergartenbetreuung bleibt für die Eltern weiterhin beitragsfrei. Zur besseren Betreuung unserer Kinder werden wir im kommenden Jahr zwei Einrichtungen neu eröffnen, und zwar in der Dietigheimer Straße einen Hort und in direkter Nachbarschaft eine Kinderkrippe. Zudem wird in der Brandenburger Straße mit der Wiedereröffnung eine zusätzliche Betreuungsgruppe geschaffen. Hierfür müssen wir 21 Erzieherinnen und Erzieher neu einstellen.“

Die Aufwendungen für Personal und Versorgung – rund ein Viertel aller Ausgaben – steigen daher sowie wegen der Tarifsteigerungen von insgesamt 36,9 Millionen im Jahr 2010 auf 39,2 Millionen im Jahr 2011. Auf der Ausgabenseite fließen zudem große Summen an den Hochtaunuskreis: 22,6 Millionen Euro als Umlage zur Finanzierung von dessen Aufgaben. Für die Schulen des Hochtaunuskreises zahlt die Stadt Bad Homburg v.d.Höhe zudem weitere 12 Millionen Euro. Neu ist die Kompensationsumlage in Höhe von 1,5 Millionen Euro, die nach Änderungen im kommunalen Finanzausgleich zu zahlen sein wird. Auch hier bittet die Landesregierung die Stadt zur Kasse.

Die Kindertagesstätten stehen mit weiteren 7,3 Millionen Euro als bedeutender Posten auch unter den Investitionen. Unter anderem sind folgende Vorhaben im Haushalt 2011 aufgeführt (alle Angaben in Euro):

  • Kita Brandenburger Straße, Abriss und Neubau (2 Millionen; Gesamtbedarf 5,3 Millionen).
  • Kita Dornholzhausen, Sanierung und Anbau (1,3 Millionen).
  • Krippe Dietigheimer Straße, Neubau (1 Million für 2011, Gesamtbedarf 3,1 Millionen).
  • Kita Ober-Erlenbach, Anbau (490.000, Gesamtbedarf eine halbe Million).
  • Zuschüsse für den Bau von Betreuungszentren an Grundschulen (980.000, Gesamtbedarf 3,7 Millionen).
  • Ein Zuschuss an die Evangelische Gedächtniskirchengemeinde für den Neubau eines Kindergartens am Gluckensteinweg. Die Stadt unterstützt das Projekt mit insgesamt drei Millionen Euro, von denen eine Million im Haushalt 2011 bereitgestellt wird. Zwei Millionen sollen für 2012 fest zugesagt werden.

Nennenswerte Investitionen enthält der Haushaltsentwurf von OB Korwisi auch bei der Feuerwehr:

  • Leichtbauhallen erweitern die Gerätehäuser in Kirdorf (115.000 Euro), Ober-Erlenbach (115.000 Euro) sowie in Dornholzhausen (150.000 Euro).
  • Im Haushalsentwurf steht mit einer halben Million Euro die erste Rate für das Feuerwehrgerätehaus in Ober-Eschbach. Die Baukosten werden auf insgesamt 2,3 Millionen Euro geschätzt.
  • Für die Aufrüstung des Feuerwehr-Funks unter anderem mit Digitalfunk sind 441.000 Euro vorgesehen.
  • Neu ist die Anschaffung eines Containers für ABC-Unfälle im Entwurf zu finden. Der Ansatz liegt bei 384.000 Euro. Für die Beschaffung von Feuerwehr-Fahrzeugen vorgesehene Mittel, die 2010 noch nicht abgerufen worden sind, werden nach 2011 übertragen.

Die Stadt Bad Homburg führt 2011 ihr erfolgreiches Zuschuss-Programm für die energetische Sanierung älterer Gebäude weiter. 450.000 Euro sind zur Unterstützung von Hauseigentümern im kommenden Jahr vorgesehen. Bereitgestellt sind auch Mittel in Höhe von rund 115.000 Euro für die künftige Energieberatung, die im kommenden Jahr für Bad Homburger Bürgerinnen und Bürger durch die Stadt in der Beratungsstelle Power angeboten wird. Der Betrieb von Power wird zunächst durch ein beauftragtes Unternehmen erfolgen.

Weitere 350.000 Euro stehen zur Verfügung, um Flächen ökologisch aufzuwerten, zum Beispiel Laubwald dort aufzuforsten, wo bisher Nadelbäume gestanden haben. Diese Projekte können auf dem Ökokonto verrechnet werden. Die Streuobstbestände in den Stadtteilen fördert Bad Homburg auch im kommenden Jahr mit 40.000 Euro.

Der Straßenbau steht mit rund 6,3 Millionen Euro im Haushaltsentwurf. Darin sind unter anderem enthalten die weitere Erschließung im Bereich Bahnhof Süd, der städtische Anteil an den Arbeiten zur Erschließung des künftigen Krankenhausgeländes, die Arbeiten im Mariannenweg, in der Dorotheenstraße, in der Hofheimer Straße, Haingasse und Höhestraße sowie das vierte Ohr Südring/Pappelallee.

Nach dem Startschuss für die Bauarbeiten zum Umbau des Bad Homburger Bahnhofs steht die Kapitaleinlage für die Bahnhof GmbH mit 11,6 Millionen für 2011 im Haushaltsentwurf. Insgesamt schießt die Stadt ihrer jüngsten Tochtergesellschaft 18 Millionen Euro zu. Weitere Investitionen im Hochbau sind

  • der Umbau und die Sanierung der Bundeswertpapierverwaltung zum Technischen Rathaus und Stadtarchiv.
  • der Bau der Zusatzhalle in Ober-Eschbach.
  • die Sanierung des Funktionsgebäudes Sandelmühle.
  • Der Um- oder Neubau des Vereinshauses Dornholzhausen.
  • Sanierungs-Arbeiten am Rathaus.
  • Das Darlehen zur Sanierung der Friedrich-Ebert-Schule an den Hochtaunuskreis.

„Trotz der schwieriger werdenden Finanzlage schafft die Stadt es, fast 60 Millionen Euro zu investieren. Das ist eine stolze Summe, mit der wir die Infrastruktur für unserer Bürgerinnen und Bürger im kommenden Jahr verbessern werden“

, so Korwisi abschließend. Er wird den Haushaltsentwurf am 4. November in die Stadtverordnetenversammlung einbringen.

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Startschuss! Bauarbeiten am Bahnhof Bad Homburg

Neue Impulse

Mit dem Ausbau der historischen Glasfenster am 26.10.2010 haben die Bauarbeiten am Bad Homburger Bahnhof begonnen – in der Regie der Bahnhof GmbH, einer Tochtergesellschaft der Stadt Bad Homburg.

Oberbürgermeister Michael Korwisi und Kurdirektor Ralf Wolter, Geschäftsführer der Bahnhof GmbH, beobachteten vor Ort den Beginn der Arbeiten in deren Verlauf das 1907 eingeweihte Gebäude zum Kulturbahnhof umgestaltet werden soll.

Wolter betonte, dass der Umbau ein Impuls für das Umfeld sei

„Der künftige Bahnhof wird dieses Gebiet verändern. Wir bringen die Stadt näher an den Bahnhof.“

Wichtiger Nahverkehrsknoten

Die schon heute starke Nutzung durch Berufspendler sowie die Pläne für den Bau der Regionaltangente West und die U2-Verlängerung sprechen für das Vorhaben, die  Funktion des Bad Homburger Bahnhofs als Nahverkehrsknoten stärken. Da beide Linien im Bad Homburger Bahnhof enden sollen, erwartet die Stadt steigende Fahrgastzahlen.

Korwisi erinnerte an die Bedeutung des vor gut 100 Jahren eingeweihten Gebäudes

„Der Bahnhof wird auch in der Zukunft das wichtigste Nahverkehrs-Tor unserer Stadt sein. Bis er sein neues Gesicht zeigt, sprechen wir von einem Zeitrahmen bis 2013, vielleicht 2014.“

Nachhaltige Investition

Die Stadt stellt die Mittel für die Arbeiten als Kapitaleinlage für die Bahnhof GmbH bereit. Nach bisherigen Schätzungen liegt der Gesamtbedarf bei 18 Millionen Euro. Der Magistrat hat kürzlich beschlossen, dass für die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes im kommenden Jahr im Haushalt der Stadt weitere 1,7 Millionen Euro bereit stehen sollen. Die Arbeiten an den Fenstern werden sich voraussichtlich auf rund 186.000 Euro belaufen.

Erhalten historischer Bauelemente

Das Glas der Fenster war auf Grund seines Alters bereits teilweise beschädigt. Nach dem Brand in der Nacht zum 4. Juli 2009 weisen rund 80 Prozent des Bestandes Hitzesprünge auf und es legte sich eine Rußschicht auf das Glas. Zudem verschmolzen bei den hohen Temperaturen abgelagerter Staub, Teer und Nikotin auf den Fenstern zu einem festen Belag.

Den besonderen Charakter des Bad Homburger Bahnhofs will Korwisi wieder aufleben lassen

„Die Fenster bestimmen das Bild unseres Bahnhofs. Wir erhalten sie und ersetzen sie sorgsam dort, wo sie kaputt gegangen sind“

Mit viel Fingerspitzengefühl (Foto: Seebach)

Mit viel Fingerspitzengefühl (Foto: Seebach)

Die auf Glasmalerei und Restaurierungen spezialisierte Firma Hein Derix KG aus Kevelaer wird die Scheiben bearbeiten. Sie wird das Glas nach dem Ausbau reinigen und fachgerecht lagern. Dann werden die gesprungenen Fensterteile ersetzt. Gleiches gilt für Gläser, die bei früheren Reparaturen farblich unpassend ergänzt worden sind. Die Bleinetze werden begradigt und saniert. Die Brandschäden an den Stahlrahmen werden beseitigt, für den Einbau des Glases vorbereitet und mit einem Korrosionsschutz versehen. Die großen Fenster sollen erst zum Abschluss des Umbaus wieder in den Kulturbahnhof eingebaut werden.

Die Bad Homburger Infoshow empfiehlt

Die Bad Homburger Infoshow hat bereits ein Buch vorgestellt, das zum 100-jährigen Bestehen des Bad Homburger Bahnhofs erschienen ist. In dem Buch „Bahn frei! Schienenwege in den Taunus“ der bekannten Autoren, Frau Gerta Walsh und Prof. Walter Söhnlein, sind insegsamt 150 jahre Bahnverkehr in Bad Homburg dokumentiert.

Hintergrund: Die Bahnhofsfenster

Die sieben Fenster sind nach Lage und Wahrnehmbarkeit unterschiedlich ausgestaltet. Das Nord- beziehungsweise Hauptfenster über dem Eingangsportal, ein fünfbahniges Rundbogenfenster, besteht aus 190 Rechteckfeldern und 28 Formfeldern. Es ist 5,60 Meter hoch und 7 Meter breit. Vier steinerne Pfosten gliedern das Fenster in fünf Bahnen zu je 1,30 Meter. Mitten auf dem Nordfenster ist der schwarze, gekrönte Königlich-Preußische Adler angebracht. Die Initialen „FR“ (Fridericus Rex) zieren seine Brust.

Das ebenfalls fünfbahnige Südfenster über dem Durchgang zu den Bahnsteigen besteht aus 182 Rechteckfeldern und 24 Formfeldern. Es ist 5,36 Meter hoch und 6,78 Meter breit.

Das fünfbahnige Rundbogenfenster im Osten besteht aus 91 und Rechteckfeldern und 19 Formfeldern. Höhe 3,88 Meter, Breite 5,20 Meter.

Das fünfbahnige Westfenster besteht aus 91 Rechteckfeldern und 19 Formfeldern. Höhe 3,82 Meter, Breite 4,98 Meter.

In der Seitenhalle im Westen sind drei fünfbahnige Rundbogenfenster, bestehend aus 34 Rechteckfeldern und 14 Formfeldern je Fenster. Sie sind je 2,07 Meter hoch und 2,95 Meter breit.

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Kommunikations-Fachleute im Kurhaus

„Der Telekommunikationsmarkt in der Rhein-Main-Region ist der größte in ganz Europa, und die Stadt Bad Homburg steuert als Sitz von über 250 Unternehmen aus der Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche einen beträchtlichen Teil zur Zentrumsfunktion der Region bei.“  Das sagte Oberbürgermeister Michael Korwisi im Rahmen der diesjährigen Herbsttagung des Bundesverbandes Telekommunikation (VAF) und der GFT Gemeinschaft Fernmeldetechnik eG, einem Unternehmensverbund von über 200 mittelständischen Systemhäusern der Telekommunikationsbranche. Korwisi begrüßte zu der Tagung Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet im KongressCenter Bad Homburg.

Die in Bad Homburg ansässigen Unternehmen der Zukunftsbranche Kommunikation – vom Global Player über klein- und mittelständische Unternehmen bis hin zum einzelkämpfenden Selbstständigen – sind aktuell dabei, unter Leitung der städtischen Wirtschaftsförderung ein Netzwerk untereinander aufzubauen. Im Sinne des Satzes „Das Ganze ist mehr als die Summe der Einzelteile“ bieten solche Netzwerke die Chance, mit kooperierenden Unternehmen und Handelspartnern direkt ins Gespräch zu kommen. Dadurch entsteht eine Zusammenarbeit, mit der die städtische Wirtschaftsförderung in anderen Branchen bereits gute Erfahrungen gemacht hat. Die einzelnen Unternehmen werden gestärkt, die Branche wird in der Stadt verankert. Die Fachtagung, so OB Korwisi in seiner Rede, sei mit Ihrer bundesweiten Strahlkraft sicherlich auch ein Katalysator für die Bad Homburger Aktivitäten in diesem Bereich.

Die Möglichkeiten der virtuellen Telefonanlage, die Konzentration von Siemens Enterprise Communications auf den Fachhandel als Kunden und die gute Entwicklung ihrer Genossenschaft – das waren die drei wichtigsten Themen der Herbsttagung der GFT. Die mittelständischen Mitglieder des Unternehmensverbundes Telekommunikation informierten sich umfassend über Entwicklungen auf dem Markt für Informationstechnologie und Telekommunikation (ITK).

GFT-Vorstandssprecher Rudolf Saken hatte zu Beginn den Mitgliedern der Genossenschaft von positiven Zahlen berichtet. So setzte das in Hilden ansässige Unternehmen in der ersten Hälfte dieses Jahres 15 Prozent mehr um. Verantwortlich dafür ist vor allem der Geschäftsbereich Informationstechnik/Telekommunikation, der mittlerweile fast 60 Prozent des Gesamtumsatzes von deutlich über 40 Millionen Euro ausmacht. Das Feld der Passiven Netzwerktechnik wuchs nach einem Minus im Vorjahr um über 22 Prozent. Die Nachfrage nach Sicherheits- und Medientechnik sowie Sprech- und Lichtrufanlagen ging zurück. Insgesamt erwirtschaftete die GFT im ersten Halbjahr 2010 einen Mitgliederbonus von 749.000 Euro.

Aus dem umfangreichen Programm fand insbesondere der Vortrag von Dr. Christoph Hardtke interessierte Zuhörer. Der Lehrbeauftragte der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg gab im Auftrag von Böcker Ziemen Management Consultants Antworten auf die Frage: „Verdrängt das Bandbreitenwachstum die TK-Anlage?“ Hardtke beleuchtete dabei die Entwicklung öffentlicher Infrastrukturen und Dienstleistungen. Seine These: Die virtuelle Telefonanlage gibt Unternehmen die Möglichkeit zum weitgehend vollständigen Outsourcing von TK-Leistungen, denn sie ist nur noch eine softwarebasierte Lösung auf Servern eines Service Providers und steht nicht mehr im eigenen Bürogebäude.

Mittelständler, die sich in diesem Segment engagieren, finden derzeit einen kaum verteilten Markt vor, so Hardtke. Die Zahlen dazu: 5,5 Milliarden Euro werden jährlich für Telefonanlagen-Dienste und -Infrastruktur ausgegeben. Nur ein Prozent der 6,8 Millionen Telefonarbeitsplätze wird derzeit über virtuelle Telefonanlagen organisiert. Umfragen zeigen, dass 61 Prozent der Entscheider Begriffe rund um die virtuelle Telefonanlage nicht kennen. Informiert über die Fakten der neuen Technik schließen nur 18 Prozent der Befragten aus, diese einzusetzen.

Wer dieser Anwendung positiv gegenübersteht, fordert geringeren Aufwand, mehr Flexibilität und insbesondere weniger Kosten. Fachleute schätzen das Einsparpotential für Unternehmen, die die virtuelle und nicht die klassische Telefonanlage nutzen, auf rund 25 Prozent. Auch deshalb sehen Marktexperten eine Verzehnfachung der Umsätze rund um die virtuelle Telefonanlage bis 2015.

Stefan Herrlich, Geschäftsführer Siemens Enterprise Communications Deutschland (SEN), berichtete, dass sein Unternehmen das inländische Vertriebsmodell ändere. Dominierte bisher ein starker Direktvertrieb, werden jetzt vermehrt Umsätze über Vertriebspartner generiert. „Erst der hervorragende und breite Marktzugang unserer Channelpartner ermöglicht uns, im indirekten Bereich weiter zu wachsen“, so Herrlich.

Bild in unserem BHIS! Kopfbereich(von links nach rechts):

Rudolf H. Saken (Sprecher des Vorstands GFT Gemeinschaft Fernmelde-Technik eG), Uwe Platz (geschäftsführender Gesellschafter Horst Platz GmbH ), Hans A. Becker (1. Vorsitzender VAF Bundesverband Telekommunikation / Geschäftsführer euromicron solutions GmbH), Horst Platz geschäftsführender Gesellschafter Horst Platz GmbH), Oberbürgermeister Michael Korwisi, Peter Schwabe (Aufsichtsratsvorsitzender GFT / Vorstandsvorsitzender Telba AG), Martin Bürstenbinder (Geschäftsführer VAF Bundesverband Telekommunikation e.V.)

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