Für den Kurpark wird zurzeit ein Parkpflegewerk erarbeitet. Auf der Grundlage einer historischen Analyse und einer aktuellen Bestandserfassung wird ein Konzept für die langfristige Entwicklung der bald 180 Jahre alten, denkmalgeschützten Parkanlage erstellt.

Der Kurpark in seiner heutigen Gestalt ist das Ergebnis verschiedener Entwicklungsphasen, jeweils geprägt durch namhafte Gartenkünstler. Der Kern der landschaftlichen Anlagen entstand ab 1854 nach Plänen des Preußischen Gartendirektors Peter Joseph Lenné.

Weitere bedeutende Gartenkünstler im Kurpark waren Heinrich und Philipp Siesmayer aus Frankfurt am Main, die den Park zwischen 1881 und 1930 pflegten und partiell gestalterisch formten.

Um 1912 erhielt der ab 1842 entstandene Kurhausgarten seine bis heute im Wesentlichen erhaltende Struktur und 1913/14 wurde der Kaiser Wilhelm II.- Jubiläumspark als Erweiterung des Kurparks angelegt; beides nach Entwürfen von Philipp Siesmayer.

Zur charakteristischen Gestaltung eines historischen Parks gehört auch die Ausstattung mit Bänken, deren Formen den jeweiligen Entwicklungsphasen entsprechen.

Die heute im Kurpark vorhandenen Bänke haben jedoch keinen historischen Bezug. Ziel des Parkpflegewerks ist es daher unter anderem auch, festzulegen, welche Bänke zukünftig in der Parkanlage stehen sollen.

In den nächsten Tagen werden in der Brunnenallee im Kurpark drei verschiedene Bankmodelle aufgestellt, die in ihrer Art den verschiedenen Entwicklungsphasen des Kurparks entsprechen und in verschiedenen Bereichen stehen sollen. Es handelt sich hierbei um das Modell Astholzbank, das Mitte / Ende des 19. Jahrhunderts verwendet wurde, das Modell Klassische Parkbank, welches um 1900-1910 in weiß und natur im Kurpark stand und das Modell Promenadenbank aus der Zeit um 1920-1930 in weiß. Die Arbeitsgruppe Parkpflegewerk möchte sich die Wirkung der Bänke in ihrem späteren Umfeld ansehen und natürlich auch einmal probesitzen.


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